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"Forza dello Spallone"

Erinnert an die kräftigen und mutigen Schmuggler

Der Schmuggel zwischen Italien und der Schweiz prägte vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre das Leben vieler Menschen in den Grenzregionen Italiens. Die sogenannten „Spalloni“ abgeleitet vom italienischen Wort "spalla" (Schulter) verdankten ihren Namen den schweren Lasten, die sie in sogenannten Bricolle auf ihren Schultern über abgelegene Alpenpässe trugen.

Besonders bedeutend war der Kaffeeschmuggel, da Kaffee in Italien aufgrund hoher Zölle und des staatlichen Monopols teuer und nur schwer erhältlich war. Die Spalloni brachten den Kaffee aus der Schweiz nach Italien, wo er in zahlreichen Bars Norditaliens ausgeschenkt und häufig „SOTTO BANCO“ also unter der Ladentheke und außerhalb des offiziellen Handels verkauft wurde. 

Meist waren die Schmuggler nachts unterwegs und mussten Schnee, Lawinengefahr sowie Kontrollen durch Grenzwächter und Finanzbeamte überwinden.

Für viele Menschen war der Schmuggel keine kriminelle Handlung, sondern eine Überlebensstrategie in Zeiten großer Armut. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 1960er-Jahre verlor der Kaffeeschmuggel zunehmend an Bedeutung und wurde schließlich vom Zigarettenschmuggel abgelöst, bevor der Grenzschmuggel ganz verschwand.

Heute erinnern Museen und zahlreiche kulturelle Initiativen an die Geschichte dieser mutigen Schmuggler. Auch die Kaffeerösterei Kuntrawant greift dieses historische Erbe mit ihrem Kaffee „Forza dello Spallone“ auf.

Der Name erinnert an die italienischen Spalloni und insbesondere an die Kaffeeschmuggler, deren Kraft, Mut und Entschlossenheit die Geschichte der italienisch-schweizerischen Grenzregion bis heute prägen. Ihre außergewöhnlichen Leistungen und Schicksale werden bis heute weitererzählt und sind fester Bestandteil der regionalen Erinnerungskultur.

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